Quelle: Lahrer Zeitung vom 06.05.2015

Sandsäcke sind unverzichtbar

Kappel-Grafenhausener Feuerwehr in Dammverteidigung eingewiesen


Authentische Übung: Wenn Wasser landseitig austritt, wird am Dammfuß mit der Verlegung der Sandsäcke begonnen.
Foto: Rudi Rest

KAPPEL-GRAFENHAUSEN. Die Doppelgemeinde ist für den rund drei Kilometer langen Rheinhochwasserdamm VI vom ehemaligen Zollhaus bis zur Gemarkung Rust verantwortlich. Im Ernstfall muss die Feuerwehr immer wieder ausrücken, um das Bauwerk zu kontrollieren. Kommandant Hilmar Singler gelang es nun, vom Regierungsbezirk Freiburg entsprechendes Fachpersonal vor Ort zu holen.

Bei einem theoretischen Unterrichtsabend wurde auf die Gefahren bei Wasseraustritt auf Landseite und auf die Überflutung von Dämmen hingewiesen. Mit Betriebsleiter Stefan Martin und Flussmeister Bernhard Walser sowie vier weiteren Mitarbeitern vom Betriebshof Riegel gab es auch einen praktischen Übungsteil direkt am Damm.

"Immer mit der Katastrophe rechnen"

Die Feuerwehrleute wurden an einer speziellen Maschine, die in der Stunde 4000 Sandsäcke abfüllt, eingewiesen. Bei Schadstellen, bei dem Wasser aus den Dämmen dringt, wird auf Landseite zunächst ein Vlies als Unterlage ausgelegt. Dann folgen die Sandsäcke. Sie werden vom Dammfuß bis hoch zur Dammkrone verlegt. Dies geschieht im Abstand von rund einem Meter. Sollte es bei einem Damm zum Absacken oder Überfluten kommen, wird auch von der Luftseite Vlies im Verbund mit Sandsäcken verlegt. "Das sind die zwei klassischen Maßnahmen zur Dammverteidigung", erklärte Flussmeister Walser. Betriebsleiter Martin warnte: "Es wäre fatal, wenn man nicht mit einer Katastrophe rechnen würde."

Gleichzeitig lobte er die Motivation, die die Feuerwehrmänner bei der Übung an dem Tag gelegt hatten. Der stellvertretende Kommandant Martin Löffel dankte Walser und Martin für ihr Engagement: "Man habe bei der Übung wichtige Erfahrungen gemacht."

Autor: Rudi Rest

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